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Sechseläuten 2009 PDF Drucken E-Mail

20. April 2009

An fünfter Stelle im Umzug genossen die Zünfter, Ehrengäste, Anwärter, Jungzünfter und Gäste der Zunft Witikon bei wunderbarem Frühlingswetter die herrliche Blumenpracht und eine fröhliche Stimmung. Gemäss Vorhersage des Böögg’s dürfen wir mit einem warmen Sommer rechnen, verlor er doch seinen Kopf bereits nach 12 Minuten und 55 Sekunden. Nachdem die Husaren vor Jahresfrist bei lautestem Knallkörperkonzert die lodernden Flammen umritten, explodierten die Petarden diesmal erst unmittelbar nach dem Umritt.

Angenehme Ehrengäste in bester Festlaune

Als Ehrengäste durfte Zunftmeister Heinz Graf den Stadtpräsidenten Elmar Ledergerber, den Bundesanwalt Erwin Beyeler und den Zunftmeister der Landzunft Regensdorf Kurt Knuser mit Begleiter Urs Hänseler begrüssen. Die launigen Reden auf der Zunftstube im Hotel Schweizerhof trugen viel zur guten Stimmung bei. Spätestens bei den nächsten Wahlen werden wir wohl an den Spruch von Heinz Graf erinnert, dass er den Wahlkampf auf den Plakaten bevorzuge, seien die Kandidaten darauf doch tragbar, geräuschlos und leicht wieder zu entfernen.

Ein Auszug ohne Bustransport

Ausgezeichnet recherchierte und pointierte Reden wurden auch auf dem Auszug zum Besten gegeben. Für einmal konnten alle Zunftlokale zu Fuss erreicht werden. Heinz Weyermann überreichte mit witzigen Worten dem Schwamendinger Zunftmeister Carlo Hächler eine Flasche Witiker Wein vom Chilehügel. Dieses exklusive Getränk würden wohl gerne auch etliche Witiker einmal aus ihren neuen Weingläsern geniessen dürfen. Der Reiterchef Christian Jaques lockte den Constaffelherrn mit einer Hellebarde, welche ein Constaffler bei einem Anlass vergessen hatte, aus der Reserve. Das Requisit kann mit einer Einladung zu einem Umtrunk wieder ausgelöst werden. Etwas tumultartig verlief der Besuch bei der Zunft zum Kämbel. Abrupt wurde die Rede von Ruedi Sigrist durch zwei singende und tanzende Nonnen unterbrochen. Diese übernahmen sofort das Zepter und entpuppten sich als die Witiker Zünfter Reto Poltéra und Roger Kunz. Die beiden boten eine herrliche Show. In Versform lobten sie den ZM und interpretierten humorvoll die Zeichnungen, die er für seine Enkel gemalt hatte. 

Ausgezeichnete Stimmung und unterhaltsame Besuche auf der Stube

Auf der Stube wurden der Zunftmeister und die Stubenhocker für ihr Verharren mit dem Besuch von gutgelaunten Zünftern belohnt. Gian-Reto Schulthess als Sprecher der Zunft zur Saffran erheiterte die Gesellschaft mit dem Charme eines Engadiners über besondere Eigenheiten der Bündner Oberländer, bei welchen Heinz Graf jeweils seine Ferien verbringt. Der Lehrer Urs Rechsteiner von der Zunft Schwamendingen setzte die Begeisterung des Witiker Zunftmeisters für die Mimik der Clowns ins Zentrum seines Gedichtes. Das überreichte Bild, gezeichnet von seinen Schülerinnen und Schülern mit viel Liebe zum Detail, wird wohl einen exklusiven Platz in der Galerie des Zunftmeisters finden. Zu später Stunde traf der Harst der Zunft zur Schmiden ein. Wohl etwas neidisch auf die Husaren nahm Adrian Oehler deren prunkvolle Uniform aufs Korn. Es schien fast so, als würde er auch gerne einmal mit einer solchen Supertruppe um den Böögg reiten.

Nach dem offiziellen Schluss feierten etliche Zünfter das Frühlingsfest auf verschiedenen Zunftstuben bis in die Morgenstunden weiter. So zum Beispiel kamen sie auch in den Genuss des Saubannerzuges der Witiker Jungzünfter mit dem Sprecher Philipp Würsch auf der Stube der Zunft Höngg.

Die Bilder von Peter Meier in der Fotogalerie im Archiv vermitteln einen weiteren Eindruck des fröhlichen Anlasses.

René Nägeli

Weitere Informationen

 Bilder vom Sechseläuten 2009  in der Fotogalerie
 
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