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Freitag, 12. November 2010 Mit einer neuen Schelle und den altbewährten Glocken begrüsste Stubenmeister Werner Imholz im übervollen Zunftsaal die Gäste und speziell auch die 21 Gesellen der Zunft zur Schneidern als Anerkennung für ihre Produktion am Hauptbott über Altzunftmeister Heinz Graf
Viel Zunftmeisterehre am JubiläumsmartinimahlAnlässlich unseres 30. Jubiläums durfte Zunftmeister Andreas Bihrer eine erhabene Zunftprominenz am Ehrentisch begrüssen: Dr. Balz Rust, Zunftmeister der Stadtzunft, und Dr. Felix E. Müller, Zunftmeister der Zunft Fluntern, mit ihren Begleitern Jürg Isler und Thomas Rosenberger. Als Vertreter der Göttizünfte rundeten die Alt-Zunftmeister der Zunft zur Waag Dr. Peter Corrodi und Dr. Jürg E. Zehnder sowie der Zunftmeister von Hottingen Dr. Martin K. Eckert mit Stubenmeister Bruno Würth die bunt gemischte interzünftige Prominenz ab. Martinirede Mit kräftigen Bildern ging Zunftmeister Andreas Bihrer in seiner Martinirede auf historische Ereignisse in der Schweizergeschichte (unsere Nati an der Fussballweltmeisterschaft 2010 sowie die Schlacht vor Morgarten vor 695 Jahren) ein. Er stellte die Signalwirkung dieser Ereignisse und die Verbundenheit mit der Schweiz dar. Ebenfalls wies er auf die mit Bedacht ausgewählten Bilder auf der Einladungskarte von Alois Carigiet und ein Visual des Musicals „Die Schweizermacher“ hin. Globalisierung und Patriotismus in der Schweiz trafen in seiner Rede aufeinander. Feierliche Verabschiedung und AufnahmenAktiv am Zunftleben beteiligte sich Heinz Graf seit der Gründungszeit. Wie zuvor als grandioser Sechseläutensprecher bestätigte er sein Talent auch als engagierter Zunftmeister. Nun hat er wieder etwas mehr Zeit, seine geliebten Sportereignisse zu geniessen. Seine Leistungen, nachhaltig sind vor allem die neuen Anlässe Nachsechseläuten und Waldweihnacht, wurden von Andreas Bihrer ausführlich gewürdigt und mit grossem Applaus verdankt. Ein zentraler Akt am Martinimahl ist die feierliche Aufnahme der neuen Zünfter. Statthalter Victor Rosser stellte Markus Anliker und Samuel Bernhard nochmals allen vor und begrüsste sie herzlich in unserer Gemeinschaft. Ebenfalls aufgenommen wurde Walter Landert. Leider musste er sich für den Anlass kurzfristig abmelden. Zunftmeister Andreas Bihrer freute sich, dass beide bereits während der Anwärterzeit rege an den Anlässen teilnahmen und aktiv die traditionellen Werte pflegten. Gerne überreichte er ihnen das Zunftabzeichen und die Satzungen. In ihrer Dankesrede behaupteten die Neuzünfter, dass sie das Durchschnittsalter der Zunft um mindestens zehn Jahre senken und übergaben den Schankburschen einen Satz neuer Schürzen aus edlem Stoff und bestem Design. Stubenmeister Werner Imholz erhielt als Verstärkung für seine Glockensammlung zwei runde Elefantenglocken. Die anwesenden Zünfter erfreuten sich an einem Bärenguetzli. Der Zunftmeister beförderte in seiner Replik die beiden Neuzünfter wegen ihrer frechen Präsentation kurzerhand zu zukünftigen Sechseläutensprecher. Selbstverständlich fehlte auch die Grenadiermusik nicht. Allerdings verhinderten die engen Platzverhältnisse die gewohnte Aufstellung. Trotzdem überzeugten sie mit guter Intonation und schmissigen Klängen auch die etwas neidisch zuhörenden Ehrengäste. Rede der Ehrengäste Gesättigt von der hervorragend zubereiteten Martinigans genossen die Zünfter, Anwärter und Gäste die Reden unserer Ehrengäste. Zunftmeister Andreas Bihrer stellte den ersten Redner, Dr. Balz Rust von der Stadtzunft, vor. Er führte den Gast über dessen Sternzeichen Fisch ein und analysierte die Vor- und Nachteile der Fischmänner. Zunftmeister Dr. Balz Rust beschäftigte sich in seiner Rede mit dem Sinn der Zunft Witikon. Er wagte die Aussage, dass es nach Witikon als definitiv letzte aufgenommene Zunft in der Stadt Zürich keine weiteren Zünfte mehr gäbe… Als zweiter Redner wurde Zunftmeister Dr. Felix E. Müller vorgestellt. Andreas Bihrer behauptete, dass der Zunftmeister mit seinem Beruf als Journalist in der Beliebtheitsskala weit hinten stehe. Der Repräsentant der Zunft Fluntern kannte sich gut in der Geschichte aus und untersuchte die historische Bedeutung des neuen Kostüms von Zunftmeister Bihrer genau. Mit einer Rätsche heizte er die anwesenden Zünfter an und liess seine Pointen akustisch unterstützen. Zu später Stunde ergriffen die Alt-Zunftmeister Dr. Peter Corrodi und Dr. Jürg E. Zehnder der Zunft zur Waag das Wort und feuerten im Duo Pointe um Pointe ab. Sie freuten sich bereits auf das nächste Jubiläum der Zunft, das wohl in wenigen Jahren schon stattfindet. Sie erzählten locker lustige Geschichten um die Gründung der Zunft und liessen sich als „Landsturm von der Waag“ kaum mehr bremsen. AbschlussKaum setzte Zunftmeister Andreas Bihrer zum Dank an das Wirte Ehepaar Peter und Helen Kamberger sowie an Stubenmeister Werner Imholz und an Zeugherr Peter Kaelin an, ergriff Zunftmeister Martin Eckert doch noch das Wort und kommentierte die Reden seiner Mitmeister. Die berühmte Unterhose der Schwanenzunft, der riesige Kopf unseres Zunftmeisters und das verlorene Elefantengeschenk wurden pointiert kommentiert. Er beendete seine typische "Eckertsche Rede" mit dem Wahlspruch der Zunft Hottingen: "Freundschaft in Freiheit." Zu später Stunde wurden auch die Zunftmeister der Zunft zur Safran und zur Waag im Zunftsaal gesichtet, die sich offenbar an unserem Jubiläum auf der Zunftstube wohlfühlten. Ein kurzweiliges witziges und temporeiches Martinimahl mit begeisterten und zufriedenen Zünftern endete weit nach Mitternacht. |