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Montag, 6. Dezember 2010 In würdigem Rahmen verbrachte die Zunft Witikon mit vielen Gästen diesen Chlausabend im frisch renovierten und herrschaftlichen Zunftsaal der Zunft zur Zimmerleuten.
Zunftmeister Andreas Bihrer konnte an diesem speziellen Anlass seine Arbeit vom Martinimahl beenden. Der damals erkrankte Neuzünfter Walter Landert wurde nun mit einer kurzen Feier in einem „fremden“ Zunfthaus in die Zunft Witikon aufgenommen. Walter Landert war deshalb besonders stolz. Kein Wunder, ist er doch der erste Anwärter in der Geschichte, der auswärts zum Zünfter geschlagen wurde. Stubenmeister Werner Imholz führte in gewohnter Manier mit verschiedenen Glockenklängen bravourös durch den Abend. Das sorgfältig aufgebaute Menu vom Winzersalat über den gegarten Kalbsrücken bis zur Crème Brulée (mit ungewohntem Mandarinengeschmack) schmeckte bestens. Dr. Rudolf Bodmer, Zunftmeister der Zunft zur Zimmerleuten, schilderte uns in seinem mit dramatischen Bildern untermalten Vortrag den Weg des Zunftsaales aus Schutt und Asche zu einem neuen Hightech Raum. Es ist kaum zu glauben, dass nach dem grossen Brand vor drei Jahren das halb zerstörte Zunfthaus wieder im neuen Glanz erstrahlt. Mit scharfem Blick lassen sich noch angesengte Reste über der Eingangstüre finden. Neben vergoldeten Düsen der neuen Sprinkleranlage lässt sich auch aus der Decke ein Beamer herunterfahren. Der Zunftmeister gab in seinem Vortrag Einblick in den Umgang mit städtischen und kantonalen Instanzen, von der Feuerpolizei bis zur Denkmalpflege. Alle Beteiligten waren schliesslich zufrieden. Eindrücklich steht neu in einer Ecke des Saals ein Kachelofen aus dem Landesmuseum, der die Tugenden der damaligen Zeit beschreibt. Zum Schluss des Abends überraschten uns die Jungzünfter mit ihrer vergnüglichen Produktion unter dem Stichwort „Zunft Witikon vor 30 Jahren und in 30 Jahren“. Dank geheimen Dokumenten porträtierten sie wichtige Figuren aus der Zunftgeschichte, ein Zusammenhang mit lebenden aktiven Zünftern war rein zufällig. Seitenhiebe auf die aktuelle Politik sowie die Ankündigung einer zweiten Zunftrevolution fehlten nicht. Der Zunftmeister Andreas Bihrer verdankte den Vortrag seines Mitmeisters und die Produktion der Jungzünfter, die bereits wieder ins Programm 2011 aufgenommen wurden. |