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Samstag, 20. Juni 2009 In der Einladung zum Sommeranlass wurde uns nicht ein Paradies, aber immerhin ein Paradiesli versprochen. So brach dann pünktlich eine erwartungsvolle Schar von 37 Zünftern, Zunftanwärtern und Jungzünftern mit ihren Begleiterinnen mit Car zum Walensee auf. Schwarze Wolken hingen den ganzen Tag am Himmel, dennoch blieben wir vom Regen verschont.
Mittagessen mit traumhaftem Ausblick In Weesen begann der Weg ins Paradiesli mit einer kurzen Schifffahrt und freiwilligem Apéro. Von Beetlis wanderten die Ausflügler in einem langen Zug gemütlich durch den lichten Wald hinauf. Im Landgasthof Paradiesli hoch über dem Walensee tafelten wir in einem schönen gedeckten Gartenpavillon. Nach Carpaccio vom Tafelspitz, Zanderfilet und Poulardenbrust bedienten wir uns am Schluss noch am paradiesischen Dessertbuffet. Zur Unterhaltung spielte Beni Böni aus Amden mit dem Akkordeon, Schwizerörgeli und dem Alphorn seine vielfältigen Eigenkompositionen. Stubenmeister Victor Rosser versuchte dem Alphorn Töne zu entlocken, was ihm als Städter erstaunlicherweise recht erfolgreich gelang. Der Freulerpalast in Näfels Für den Rückweg teilte sich die Zunft in eine sportliche Wandergruppe und eine beschauliche Schiffsfahrertruppe auf. Sie trafen sich wieder beim Car vor Weesen, der uns zum Freuler Palast in Näfels führte. Es handelt sich hierbei um eine Sehenswürdigkeit ersten Ranges, verbunden mit Oberst Kaspar Freuler, der 1635 das Schweizergarde Regiment in Frankreich kommandierte und sich diesen Palast als Wohnsitz errichtete. Wunderbare Räume vom Prunkzimmer, der barocken Kapelle bis hin zum „Abortzimmer“ wurden uns von zwei Führern kompetent vorgestellt. Der Renaissancepalast mit frühbarocken Stukkaturen und prachtvollen Kassettendecken beeindruckte uns. Später nutzte die Gemeinde das Gebäude als Schul- und Armenhaus, bis es dann in den Besitz der Freuler Stiftung kam. Die Glarner Textilindustrie Im Dachgeschoss präsentiert die Glarner Textilindustrie ihre Geschichte. In einer Ausstellung wird die Produktion ihrer bekannten Stoffe gezeigt, die mit verschiedensten (fernöstlichen) Motiven bedruckt werden. Dieser Wirtschaftszweig verhalf im 19. Jahrhundert der gesamten Region zu einem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg. Geschäftsbeziehungen bestanden bis in den Balkan. Die Heimfahrt war fast zu kurz um all die Erlebnisse und Eindrücke gemeinsam zu bereden. Der vielfältige Ausflug wird in bester Erinnerung bleiben. 2. Zunftschreiber, Fritz Keller |
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