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13. November 2009 Zum letzten Martinimahl als Zunftmeister begrüsste Heinz Graf die Zünfter und Gäste auf der gut besuchten Stube im Restaurant Elefant. Ein hervorragendes Essen und unterhaltsame Reden belebten den Abend bis weit nach Mitternacht.
Ein Rekord an Zünftern versammelte sich zum 30. Martinimahl in unserem Zunftsaal. Stubenmeister Victor Rosser eröffnete mit einem Gedicht in richtigem „Züritüütsch“ den würdevollen Anlass. Hochrangige Ehrengäste der Zunft folgten der Einladung unseres ZM:Der Zunftmeister der Zunft zur Saffran, Hans G. Syz-Witmer mit Vorsteher Andreas Csonka waren ebenso präsent wie der Zunftmeister der Zunft zu Wiedikon, Kaspar Luchsinger mit Statthalter Kurt Imhof. Der Präsident des ZZZ, Jürg C. Scherz, wurde begleitet von der Präsidentin der künstlerischen Kommission, Frau Anne-Catherine Hatt. Die drei Sprecher vom vergangenen Sechseläuten (Zunft zur Saffran, zur Schmieden und Schwamendingen) konnten hingegen ohne eigene Reden unbelastet den Abend geniessen. Als Martinimahl wurde die berühmte Gans serviert, die von unserem Elefantenwirt Peter Kamberger mit viel Liebe zubereitet wurde. Unser Zunftspiel, die Grenadiermusik Zürich, bekannt auch aus Fernsehspots (!) stellte bei ihrem Auftritt die Solisten an der Trompete (Oski) und am Susaphon (Jakob Boller) sowie den neue Spielführer Patrick Gacond in den Mittelpunkt. Kommandant Werner Isler lobte die gemeinsame Zusammenarbeit mit der Zunft und verdankte dies mit markanten Worten. Aufnahme Zünfter und Jungzünfter Stadthalter Andreas Bihrer stellte die neu aufgenommen Zünfter vor: Christian Broger als Geburtstagskind, Thomas Bucheli als Wetterprophet der Zunft, Manuel Jaques als Bruder des Reiterchefs, Peter Widmer, der schon musikalisch beim Zunftspiel brillierte und Roger Nef. Nach der feierlichen Aufnahme über dem Banner erhielten sie Zunftabzeichen und die neu überarbeiteten Satzungen. Anschliessend verzauberten die neuen Zünfter zu Ehren ihrer Aufnahme den Zunftsaal in ein lebhaftes historisches Theaterstück mit Bezügen zu Napoleon. Witz und Eloquenz, Freundschaft und Kameradschaft wurden gefordert. Der Zunftmeister Heinz Graf erhielt eine grosse persönliche Krawatte (Unikat) für seinen Kampf für eine neue Zunftkrawatte. Die Zünfter selber durften als Geschenk nicht eine Krawatte, sonder eine persönliche Zunftserviette mit Wappen entgegen nehmen. Das Empiretheater endet mit Aufruf zur Einigkeit, in grossem Nebel und einem letzten Paukenschlag. In einem würdigen Akt wurden vier Jungzünfter offiziell aufgenommen und durften den ersten Schluck aus dem Zunftmeisterbecher über dem Banner trinken. Als wichtige Symbole erhielten sie den Jungzünfterbecher und die Jungzünfter Satzungen. Als zukünftiger Hoffnungsträger der Zunft seien sie namentlich aufgeführt: Thomas Bauknecht, Stefan Keller, Philip Nef und Pascal Unger. In seiner Rede lobte der ZM die fussballerischen Erfolge der Jungzünfter am interzünftigen Fussballturnier, das die Jungzünfter Mannschaft als Sieger beendete. Reden der Gäste Die Ehrengäste wurden vom Zunftmeister vorgestellt und begrüsst Speziell natürlich auch die einzige Frau am Ehrentisch, die künstlerische Leiterin des ZZZ. Mit markigen Worten aus dem Leben und mit persönlichen Geschenken wurden die Ehrengäste günstig gestimmt. Heinz Graf dankte den beiden ZM für ihre zöiftige Freundschaft. Der Zunftmeister der Zunft zur Saffran revanchierte sich in seiner Rede und lud unseren Zunftmeister zum Ausritt zu Pferd ein, ganz unter dem Moto „es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, in Witikon ist das umgekehrt“. Weiter wurde er mit „Gold“, repräsentiert durch 10g Saffran Fäden beschenkt. Der Zunftmeister von Wiedikon, Herr Luchsinger, zitierte Wilhelm Busch: „Gott behüte euch vor Hagel und Wind und Ehrengästen die langweilig sind“. Er enthüllte ein altes Klassenfoto, auf dem unser Zunftmeister als Jugendlicher mit voller Haarpracht zu sehen war. Die beiden Zunftmeister verbinden gemeinsame Schuljahre in früher Jugend und eine „schwierige“ Lehrerin. Mit weiteren Versen von Wilhelm Busch über Wein, Weib und Gesang schloss er die Rede. Der ZZZ Präsident Jürg C. Scherz spürte unserem Zunftmeister bei einem verfänglichen konspirativen Treffen mit der Frauzunft nach und interpretierte grossformatige Fotografien als Beweis für „unzöiftiges“ Verhalten. Es bleibt aber auch heute noch unbekannt, was der Zunftmeister mit den hehren Fraumünsterdamen gesprochen hat. Abschied Der Schluss des Martinimahls war emotional und berührend. Der Zunftmeister legte zum letzten mal seine Zunftkette ab und übergab sie dem Zeugherr zur Aufbewahrung. Mit einer langen stehenden Ovation wurde Heinz Graf von allen Zünftern und Gästen verabschiedet. Fritz Keller Weitere InformationenEinige Impressionen sind in der Fotogalerie zu finden |